Matthias Blenk

Weg vom Kompetenzgerangel, hin zu gemeinschaftlichem Handeln. Ein gemeinsames Netzwerk bringt die Leute endlich ins Gespräch.

Wer bist du, was machst du?
Matthias Blenk, Germanist. Ich übernehme für media:architekten die Konzeption, Redaktion und den Text, eigentlich alles rund um die schriftliche Kommunikation, sei es für den Buchmarkt, in der Öffentlichkeitsarbeit oder Werbung.

Was kannst du besonders gut?
Die Kirche auch mal im Dorf lassen. Kommunikation sollte glaubwürdig und auch angemessen sein. Das vergessen viele.

Was war deine bislang beste Entscheidung?
Meine Magisterarbeit vorübergehend hinzuschmeißen, um nach Südafrika zu gehen.

Was ist dir wichtig?
Vertrauen in die eigenen sowie die Kompetenzen anderer.

Welchen Schritt bereust du?
Nicht schon vierfacher Familienvater zu sein.

Was inspiriert dich?
Zeit und Muße.

Wie und wo arbeitest du am liebsten?
Mit meinen Partnern an gemeinsamen Projekten und natürlich zusammen mit den Kollegen im Büro der alten Blechröhrenfabrik. Wenn ich wirklich Ruhe brauche, dann gern auch im heimischen Büro, im Sommer mit großem Vergnügen und Kaffee auf dem Balkon.

Wo verläuft für dich die Grenze zwischen beruflich und privat?
Entlang des Hypothalamus. Will sagen, sie lässt sich bisweilen schlecht ziehen. Meine Familie ist aber ein geeignetes Korrektiv.

Was macht dich zum Profi?
Das Studium, meine Erfahrung, die Selbstständigkeit sowie Empathie jenseits einer bloßen Theory of Mind.

Wie bewertest du den Standort Osnabrück?
Ich komme aus Berlin, habe in Bamberg studiert, in München gearbeitet und auch einige Zeit im Ausland verbracht. Im Vergleich wirkt Osnabrück ganz nett, das lässt sich aber sicherlich noch ausbauen.

Was ist für dich das Besondere an Osnabrück?
Das Osnabrücker Land drumherum.

Was muss sich ändern?
Die zuweilen kleinstädtische Haltung. Weg vom Kompetenzgerangel, hin zu gemeinschaftlichem Handeln. Ein gemeinsames Netzwerk bringt die Leute endlich ins Gespräch.

Was bedeutet für dich Kreativwirtschaft?
Da ich davon ausgehe, dass ein Ingenieur in seinem Beruf gleichfalls schöpferisch tätig ist, wirkt das Etikett „kreativ“ etwas blasiert. Allerdings lassen sich mit schwammigen Begriffen gerade vielfältigere Branchen gut umreißen. Das ist auch die hervorstechendste Eigenschaft der Kreativwirtschaft – ihre Vielseitigkeit.

Warum bist du bei k-quadrat?
Um der äußerst bunten Branche regionalen Ausdruck zu verleihen und aus ihrer Vielfalt eine echte Stärke zu machen.

Dein Geheimtipp in Osnabrück?
52.238181, 8.080466 – wenn ich Ruhe brauche und Erdung. Ansonsten scheint das Osnabrücker Mediencafé für viele immer noch ein echter Geheimtipp zu sein.

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