Wadda Salah Eldin

Als Standort ist Osnabrück ein potenziell interessanter Angelpunkt zwischen Industrie, Forschung und Kreativstandort und Kultur.


Wer bist du, was machst du?
Ich bin Wadda. Ich reise viel und gerne, schreibe aber keine Reiseberichte und bin, obwohl ich die meiste Zeit meiner Arbeit mit vermitteln und verhandeln verbringe auch kein Diplomat geworden. Ich will einfach nicht 10 Jahre warten müssen, bis ich eine Veränderung erleben darf. Daher ist die teils noch sehr altmodisch agierende deustche Musikindustrie, der ideale Spielplatz für neue Ideen und Ansätze.

Was kannst du besonders gut?
Im Idealfall Denken und Reden, wobei ich zu der Erkenntnis gekommen bin, dass beides zwingend von einander abhängt und daher nur in der genannten Reihenfolge zum gewünschten Ergebnis führt.

Was war deine bislang beste Entscheidung?
Ich denke etwas Gutes, egal welcher Art und Weise, lässt sich nicht auf die “Eine” Entscheidung zurückführen, sondern ist oft die Konsequenz von vielen kleinen und großen Entscheidungen von emotionalen und rationalen, die zufällig oder bewusst getroffen werden.
Meine Antwort ist daher: Die Entscheidung mein Bett vom Fenster weg zu stellen.

Was ist dir wichtig?
Mut im Leben und Freiheit im Denken.

Welchen Schritt bereust du?
Ich bereue es, nicht öfter bei meiner Familie in den USA zu sein und alte Freunde lange nicht gesehen zu haben. Das muss sich ändern!

Was inspiriert dich?
Autofahren und Duschen.

Wie und wo arbeitest du am liebsten?
Wenn ich unterwegs bin, da ich dann am besten reflektieren kann.

Wo verläuft für dich die Grenze zwischen beruflich und privat?
Abgeschaltet wird beim Basketball und wenn mein Handy gerade lädt. Ansonsten ist man in unserer Branche immer erreichbar, für meinen Teil fast immer.

Für welche Branchen arbeitest du?
Zur Zeit ist es speziell die Bewegtbildvermarktung im Netz, aber generell würde ich sagen Unternehmenskommunikation und Online Vermarktung.

Was macht dich zum Profi?
Irgendwelche Softskills, interkulturelle Kompetenzen oder Studieninhalte zu nennen, wäre nur die halbe Wahrheit. Wobei ich glaube, dass diese tatsächlich relevant sind. Nur denke ich, dass die Mischung aus grundlegendem ökonomischem Verständnis und unternehmerischem Mut Voraussetzung sein muss und es schlussendlich um die Qualität deiner Kontakte, die Relevanz deiner Marken und eine gute Idee geht.

Woran arbeitest du am liebsten?
An neuen Ideen.

Wie bewertest du den Standort Osnabrück?
Als Standort ist Osnabrück ein potenziell interessanter Angelpunkt zwischen Industrie, Forschung und Kreativstandort und Kultur. Manchmal fehlt es jedoch an Flexibilität um neue Ideen umzusetzen, daher sehe ich viele Projekte vor allem aus dem Kulturellen woanders passieren.

Was muss sich ändern?
Es muss einfacher werden für Kulturschaffende sich zu verwirklichen, d.h. die Wege zur Realisierung einer Idee müssen verkürzt werden. Eine Idee, die hier geboren wird und aus strukturellen Gründen oder fehlender Unterstützung an einem anderen Ort umgesetzt wird, ist aus ökonomischer Sicht ein finanzieller Verlust für die Stadt.

Was bedeutet für dich Kreativwirtschaft?
Wenn ich an Kreativwirtschaft denke, dann kommen mir die Heerscharen von Nerdbrillen tragenden, Mac schwingenden Designern, Gestaltern und Projektmanagern aus den frischen Venture Capital Firmen in den Sinn, die sich zur Zeit an jeder zweiten Ecke in Berlin Mitte tummeln.

Dein Geheimtipp in Osnabrück?
Wer tanzen will, sollte das Mimmis aufsuchen, ansonsten ist das Trash als Kneipe auch wunderbar geeignet.

 

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