Holger Schwetter

Ich möchte mithelfen, die Branche sichtbarer zu machen, zu vernetzen und gemeinsame Themen zu finden und anzugehen.

Wer bist du, was machst du?
Momentan promoviere ich zu freien Lizenzen und ihre Anwendung durch unabhängige Musiker und beschäftige mich viel mit dem Urheberrecht. Ich bin in der unabhängigen und kulturellen Medienproduktion unterwegs, in wechselnden Rollen und lange Jahre mit dem Medienlabor werk.statt als Heimatbasis. Immer von der Musik ausgehend und mit einem Element Kulturpolitik angereichert. Also in Kürze: Musik, Medien, Kulturaktivismus.

Was kannst du besonders gut?
Zusammenhänge begreifen und die Gemeinsamkeiten in unterschiedlichen Positionen finden.

Was ist dir wichtig?
Gradlinigkeit und sachorientiertes Arbeiten. Winkelzüge sind mir zu kompliziert.

Was inspiriert dich?
Gute Gespräche, gute Sachliteratur. Gerne auch in Form von kompetenten Äußerungen irgendwo im Internet.

Wie und wo arbeitest du am liebsten?
Zuhause im Arbeitszimmer mit Büchern, Schallplatten und Internet zur Hand.

Wo verläuft für dich die Grenze zwischen beruflich und privat?
Vor 20 Jahren bin ich los gelaufen, um diese Grenze aufzulösen, weil sie für mich gleichbedeutend mit entfremdeter Arbeit war. Mittlerweile habe ich gelernt, ich muss sie jeden Tag neu ziehen.

Für welche Branchen arbeitest du?
Musik- und Medienwissenschaft. Musik und Medienproduktion.

Wie bewertest du den Standort Osnabrück?
Man kann hier prima arbeiten, wenn man überregional vernetzt ist. Dann ist die Mischung aus überschaubaren Strukturen und einem für die Größe sehr vielfältigen Kulturgeschehen sehr angenehm.

Was bedeutet für dich Kreativwirtschaft?
Zum einen, an den alten Gräben zwischen Wirtschaft und Kultur zu rütteln. In den Diskussionen kollidieren Weltbilder, die voller Vorurteile sind. Z.B. das wirtschaften immer Gewinnmaximierung bedeuten muss oder das Kulturförderung und wirtschaften sich ausschließen.
Zum Anderen, das es viele Akteure in der Region gibt, die hier sehr verwurzelt sind, aber viel zu wenig wahrgenommen werden. Die Branche ist in weiten Teilen sehr kleinteilig strukturiert, aber es gibt natürlich auch mittelständische Unternehmen in der Region, die dazugehören.

Warum bist du bei k-quadrat?
Ich möchte mithelfen, die Branche sichtbarer zu machen, zu vernetzen und gemeinsame Themen zu finden und anzugehen.

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